Interview zum Thema: Muttersein und Berufung ausüben

Interview Interview zum Thema: Muttersein und Beruf(ung) ausüben- geht das?

 

Ich möchte Dir heute eine Inspration an die Hand geben, die dir zeigt, dass es immer einen Weg gibt, auch das Thema „Mamasein und Beruf“ unter einen Hut zu bekommen… Denn wenn man beruflich glücklich ist und sich das auch noch mit dem Familienleben vereinbaren lässt, ist ein sehr wichtiger Bereich im Leben „abgedeckt“.

Aus diesem Grund möchte heute eine ganz spannende Frau vorstellen, die es geschafft hat, aus ihrem ursprünglichen Beruf ihre ganz eigene Passion zu machen. Maria Klitz ist selbst Mama und hat es geschafft, Muttersein und Berufung nicht im Widerspruch zu sehen. Darf ich vorstellen?

 

Der Steckbrief:

Ich heiße Maria Klitz, bin 31 Jahre jung und wohne mit meinem Mann und unserem 3- jährigen Sohn auf einem kleinen Dorf im Landkreis Gießen in Hessen.
Mein Mann hat aus erster Ehe einen 25- jährigen Sohn, der bei seiner Mutter, 73 km von uns entfernt, wohnt.
Von 2006 – 2008 absolvierte ich eine Ausbildung als staatlich anerkannte Sozialassistentin. Darauf aufbauend folgte von 2008 – 2011 die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin. In diesem arbeitete ich in Frankfurt am Main in einem Familienzentrum mit 105 Kindern im Alter von 3 – 10 Jahren. Ich liebte meinen Job dort, da es nicht nur ein Job, sondern meine Leidenschaft war.
Ich konnte nicht nur im täglichen Umgang mit den Kindern und Kollegen mein pädagogisches Wissen anwenden, sondern auch in der Kommunikation mit den Eltern.
Doch all dieses hinterfragte ich als ich im September 2014 selbst schwanger wurde und im Juni 2015 meinen Sohn zur Welt brachte.
Von jetzt auf gleich handelte ich nur noch nach meinem Bauchgefühl und nach meinem Mutterinstinkt.
Für mich war klar, dass ich das auch an andere Eltern weitergeben möchte und so war der Grundstein meiner Selbstständigkeit gelebt: Ich möchte Eltern stärken und die Zukunft ihrer Kinder verbessern.

Gab es einen Grund, weswegen du deinen ursprünglich erlernten Beruf heute nicht mehr ausübst?

Als ich im März 2017, nach meiner Elternzeit, an einem neuen Arbeitsplatz anfing war ich vom ersten Tag an mit Mobbing, Neid, Konkurrenzdenken und bösen Blicken konfrontiert. Es folgten Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Selbstzweifel. Innerhalb von vier Wochen passte ich in meine Hosen der Größe 36 nicht mehr rein und musste mir welche in Größe 27 kaufen: Ich war nur noch ein Strich in der Landschaft!
Mit den Folgen habe ich bis heute zu kämpfen.

Was war genau der Auslöser dafür, um über eine berufliche Veränderung nachzudenken?Der Gedanke an die Freiheit mir meine Arbeitszeit einteilen und gleichzeitig meinen Sohn in seiner Entwicklung begleiten zu können.

Hast du ein großes „Warum“ in deinem Leben, dass dir jeden Morgen Energie gibt und dich freudig aus dem Bett springen lässt?
Ja, die lächelnden Augen meines Kindes und ICH selbst

Wie schaffst du es motiviert und am Ball zu bleiben?
Weil ich das liebe, was ich tue

Hast du dich in der Zeit der beruflichen „Umorientierung“ persönlich weiterentwickelt? Wenn ja, wodurch oder durch wen?
Nicht nur in der beruflichen „Umorientierung“, sondern ständig entwickel ich mich weiter.
Den Anstoß im beruflichen hat Katrin Ziebart mit ihrem Heldinnentag in München Anfang Juni 2018 gemacht.
Es folgten weitere Workshops und Bücher.
Auch, wenn es nicht immer leicht ist: die Arbeit mit mir selbst ist mehr als nur bereichernd.

Wie vereinbarst du aktuell Beruf(-ung) mit Familie? Magst du uns dazu bitte mal kurz einen Einblick in Deinen/Euren Tagesablauf geben?
Je nachdem, welcher Wochentag ist, stehe ich mit meinem Sohn, checke Mails und bin auf den diversen Social Media Plattformen durch Postings zu finden. Während dieser Zeit spielt mein Sohn in seinem Zimmer. Danach fahren wir in eine Spielgruppe, die zweimal die Woche für jeweils 2 h mit den Eltern stattfindet.

Hast du Unterstützung in der Kinderbetreuung?
Ja, meinen Mann!

Kannst du von deiner Berufung finanziell schon leben oder stehst du noch am Anfang?
Ich stehe noch komplett im Aufbau

Hast du dir weitere berufliche und finanziellen Ziele gesetzt? Wenn ja, wie sehen die aus? Und wo siehst du dich in 5 Jahren?
In 5 Jahren schaue ich mit einem Lächeln in meinen Spiegel, coache Eltern und Erzieher und bin sehr stolz auf mich den Schritt in die Selbstständigkeit gegangen zu sein.
Mein eigenes Buch lesen Menschen und werden dadurch ermutigt nicht aufzugeben.

Welche Projekte stehen als nächstes an?
Ich bin gerade dabei meine Webseite selber zu gestalten und meine Workshops zu konzipieren. Es wird einmal einen geben mit dem Augenmerk auf der „achtsamen Kommunikation in der Familie“ und der andere wird von der „Begleitung deines Kindes in wutauslösenden Situationen“ handeln. Des Weiteren bin ich gerade am überlegen, ob ich einen Workshop zum Thema „Pubertät“ veranstalte.

Würdest du heute beim Rückblick etwas anders machen? Wenn ja, was?
Nein, denn es kommt alles zu seiner Zeit

Welche 3 wichtigen Tipps würdest du einer anderen Mutter/Unternehmerin mit auf den Weg geben?
Bleibe du selbst
Übernimm Verantwortung
Gib bevor du nimmst

 

 

 

 

 

 

 

 

Link zu deiner Homepage:
Blog: https://beduerfnisorientiertesfamilienleben.com/

An dieser Stelle möchte ich mich bei Maria für ihren ehrlichen Steckbrief bedanken und wünsche ihr auf ihrem weitern privaten und beruflichen Weg viel Erfolg!